Das Handwerk des Färbers hat eine jahrtausend lange Tradition, denn bereits die Ägypter färbten damals schon Ihre Stoffe mit der Krappwurzel in roten und braunen Tönen. Auch von den Griechen und Römern sind zahlreiche Belege in der Art von Grabbeigaben gefunden worden, die bereits auf eine Vielfalt an verschiedenen Pflanzen- und Mineralien- und Tierfarben hinweisen. Erst mit der Entdeckung Amerikas wurde das Farbspektrum durch die Einfuhr zahlreicher Farbhölzer und neue Techniken der Indios noch um ein Vielfaches erweitert.

 

Im Mittelalter arbeiteten die Färber zunächst als Lohnarbeiter für die Tuchweberein um deren Stoffe zu veredeln. Sie besaßen zunächst keine eigene Zunft. Die eigenen Zünfte, die die Färber in bestimmte Bereiche unterteilt wurden erst später durch massiven Druck der Färber erreicht.


Fortan gab es drei große Zünfte in denen die Färber organisiert waren.

Schwarzfärber:

Die Schwarzfärber waren für das Färben grober Stoffe verantwortlich, die meist durch eine wässrige Lösung gezogen wurden und somit ein wenig Farbe erhielten, jedoch aber sehr verwaschen aussahen.

Blaufärber und Waidfärber:

Blaufärber färbten Stoffe, Wolle mit Färberwaid blau. Später auch mit Indigo, welcher jedoch sehr teuer durch den Transport von China bis nach Europa über die Landwege war und daher eine Rarität war.

Schönfärber:

Schönfärber färbten Stoffe und Wolle in den schönsten Farben.

Über die Zeit und Regionen abhängig entwickelten sich daraus weitere spezialisierte Färberhandwerke und Zünfte.

Tuchfärber:

Später entstand daraus noch die Zunft der Tuchfärber, die sich ausschließlich auf Wolle spezialisiert hatten.

Seidenfärber:

Über die Seidenstrasse kam auch der Rohstoff Seide nach Europa für den sich eine eigene Zunft entwickelte.

Rauchfärber:

Rauchfärber färbten Leder und Felle in speziellen Verfahren.

Das Zunftwappen der Färber

   
© 2004 - 2019 - www.mittelalterkraeuter.de
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok